• Verena Ofarim

Selbstfürsorge, Gedicht “Die Schale der Liebe”

Die Schale der Liebe ist eine schöne Metapher die beschreibt, dass man erst gut für sich selbst sorgen sollte, bevor man für andere da sein kann. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern ist gelebte Selbstfürsorge und Selbstliebe!

Besonders wichtig ist diese Fähigkeit für Menschen in Berufen, mit viel Kontakt und Fürsorgepflicht für andere Menschen. Aber auch für emphatische Menschen, die besonders feinfühlig und sensibel sind wenn es darum geht, wie es den Menschen um ihnen herum geht.

Grundsätzlich ist Selbstfürsorge aber nicht nur für diesen Personenkreis, sondern für alle Menschen wichtig und eine DER Säulen gesunder Stressbewältigung!

Gut für sich selbst sorgen heißt, zuerst den eigenen Energiespeicher (die eigene Schale befüllen), um dann aus vollem Herzen zu geben. Wenn man diesen Grundsatz längere Zeit vernachlässigt, führt es früher oder später direkt in die Erschöpfung. Und dann ist man leider niemandem mehr ein Hilfe oder Stütze.

Ein wunderbares Gedicht zum Thema Selbstfürsorge und Selbstliebe:

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist.

Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter. Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch freigiebiger zu sein als Gott.

Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See. Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen, und dann ausgießen.

Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen. Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle, wenn nicht, schone dich.

(von Bernhard von Clairvaux)

Bildquelle: Ben White @unsplash

50 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen