• Verena Ofarim

Kirtan Kriya – Die Meditation für Veränderung

Aktualisiert: 6. Juni 2020

Meine persönliche Lieblingsmeditation für viel positive Energie und Glücksgefühle am Morgen. Du kannst diese Meditationstechnik aber auch zu einen anderen Zeitpunkt in deinen Alltag integrieren. Schenke dir diese 8 Minuten!

Ich chante das Mantra auch gerne unter der Dusche oder in der Badewanne ;-).

Yogi Bhajan, der Kundalini Yoga in den Westen gebracht hat, hatte die Kirtan Kriya auch ganz besonders gern. Er sagte, selbst wenn alle Überlieferungen und Lehren aus dem Kundalini verloren gingen – die Kirtan Kriya alleine würde genügen um ein glückliches, erfülltes Leben zu führen. Zudem soll diese Meditation einem dabei behilflich sein, karmische Verstrickungen zu lösen, die Bestimmung im Leben zu finden, alte, träge Gewohnheiten abzulegen sowie fröhlich neue Gewohnheiten einzuladen.

Die enthaltenen Mantras sind SA TA NA MA – also Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt. Der ewige Zyklus, der Kreislauf des Lebens, die ständige Erneuerung. Diese Mantras werden während der Meditation mit Mudras, also Fingerhaltungen, kombiniert. Um mehr über die Kraft des Mantras zu erfahren, schaue Dir meinen Blog-Artikel dazu an.

1. Setze dich bequem im Schneidersitz auf den Boden und halte dich möglichst gerade in der Wirbelsäule. Du kannst das Kinn leicht senken. Platziere die Hände locker mit den Handflächen nach oben auf den Knien.

2. Nun beginne erst, zwei Minuten laut SA TA NA MA zu singen.

Bei SA berühren sich Daumen und Zeigefinger

Bei TA berühren sich Daumen und Mittelfinger

Bei NA berühren sich Daumen und Ringfinger

Bei MA berühren sich Daumen und kleiner Finger

Chante das Mantra in den 3 Sprachen des Bewusstseins:

– in der menschlichen Sprache, normal oder mit lauter Stimme (die Welt)

– in der Sprache der Liebenden, deutlich flüsternd (das Verlangen nach Zugehörigkeit)

– in der göttlichen Sprache, im Geiste, still (Unendlichkeit)

3. Nach zwei Minuten des lauten Singens fahre dann zwei Minuten mit dem Flüstern des Mantras fort.

4. Sobald du zwei Minuten SA TA NA MA geflüstert hast, gehe für drei Minuten dazu über, das Mantra leise im Kopf zu rezitieren.

Dem folgen wieder zwei Minuten flüstern und ihr beendet das 11 Minütige Mantra mit weiteren zwei Minuten laut Singen.

Info: Jedes Mal, wenn das Mudra durch die Verbindung deiner Fingers mit dem Daumen geschlossen wird, besiegelt das Ego gleichsam die Wirkung des Mudras im Bewusstsein. Die Wirkungen sind wie folgt:

Zeigefinger: Gyan Mudra ‐ Wissen Mittelfinger: Shuni Mudra ‐ Weisheit, Intelligenz und Geduld

Ringfinger: Surya Mudra ‐ Vitalität, Lebensenergie kleiner Finger: Buddhi Mudra ‐ Fähigkeit zur Kommunikation

„Diese Meditation führt zur vollständigen geistigen Ausgewogenheit der individuellen Psyche. Die Schwingung auf jeder Fingerspitze wechselt die elektrischen Polaritäten. Zeige‐ und Ringfinger sind im Vergleich zu den übrigen Fingern elektrisch negativ. Das verursacht einen Ausgleich der elektromagnetischen Projektion der Aura. Diese Meditation zu praktizieren, ist eine Wissenschaft und eine Kunst zugleich. Sie ist eine Kunst, da sie das Bewusstsein formt, und eine Kunst in der Art und Weise, wie sie Gefühl und Einsicht verfeinert. Sie ist eine Wissenschaft in Bezug auf die Eindeutigkeit der Ergebnisse, die diese Technik bewirkt. Meditationen sind Schlüsselhandlungen in Bezug auf die Reaktionen, die sie in der Psyche bewirken.“ (Yogi Bhajan)

Mein Tipp:

Führe ein Journaling über Deine Erfahrungen während bzw. nach der Meditation. Gönne Dir ein schönes Notizbuch und tauche bewusst in deine Emotionswelt ein.

Oft kann die Stille, die Meditation besondere Erlebnisse, Gefühle, Emotionen und alte Denkweisen, Muster etc. hervorbringen. Auch kreative neue Ideen und Herangehensweisen kann eine Meditation hervorspülen. Du verbindest dich während der Meditation mit deinem Unterbewusstsein, mit deiner Quelle. Für Menschen die zuvor viel im Außen waren, kann das sich zu Anfang sehr komisch und ungewohnt anfühlen. Lasse hier alles zu. Durch das Aufschreiben wirst Du dir über diese Gefühle bewusst und kannst am Ende der Meditation für dich nochmal in diese Essenz und Energie in Ruhe eintauchen und dich nochmal ganz in Ruhe reinfühlen. Gefühle und Emotionen zulassen heißt diesen Raum und Achtsamkeit zu schenken. So entsteht wahre Heilung und du kannst einige Dinge hinter dir lassen und lernen loszulassen. Feeling is healing! Siehe hierzu auch meinen Blog-Beitrag.


Ich persönlich höre mir während der Meditation zur Unterstützung das wunderschöne Mantra "Sa Ta Na Ma" von Mirabai Ceiba an

(in den gängigsten Musik Mediatheken erhältlich)


Video zur Kirtan Kriya


Bildquelle: Shutterstock von Natalie magic

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